Yachttechnik Ladewig

Bordelektrik, Heizungsanlagen, Gasprüfung

 

Galvanik

Ein in der Praxis oft unzureichend berücksichtiges aber für den Werterhalt und die Sicherheit Ihrer Yacht sehr wichtige Problematik ist die galvanische Zersetzung der Metalle von z.B. Ventilen, Ruderanlage, Propeller, Saildrives, Z-Antrieben, Wellen usw. durch galvanische Ströme, die in unterschiedlichen Zusammenhängen zwischen verschieden edlen Metallen auftreten können.

Beispiel: Galvanik im Seewasser

Im einfachsten Fall kommt der Stromfluss zwischen zwei unterschiedlichen durch (Salz-)wasser leitend verbundenen metallischen Bootsbestandteilen zustande, wenn diese zusätzlich durch eine gemeinsame Gleichstromerdung elektrisch verbunden sind. Der Stromfluss zersetzt dabei das unedlere der beteiligten Metalle (Anode), hier also die VA-Ruderwelle. Das abgetragene Metall setzt sich auf der Kathode (hier der Bronze-Propeller) ab.

Zeichnung Galvanik
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Beispiel: Landanschluss-Galvanik

Durch die Verbindung zwischen dem Schutzleiter des Wechselstrom-Landanschlusses und der Gleichstromerdung kann es zu einem galvanischen Ausgleich zwischer Ihrer Yacht und der Marina kommen. Ähnliche zersetzende Ströme sind beispielsweise übrigens auch zu Ihrer Nachbaryacht oder anderen Bauten im Wasser möglich.

Zeichnung Ladestrom-Galvanik
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Ausgangspunkt der Problemlösung ist das genaue Messen der galvanischen Ströme, die fachgerechte Überprüfung und Anbringung von Zinkanoden als Opferanoden und ggfs. die Installation galvanischer Isolatoren, die vor galvanischer Korrosion über den Landschutzleiter schützen.

  • Messung der Zn-Masse im Unterwasserbereich
  • Beseitigen von galvanischen Strömen außerhalb des Toleranzbereiches
  • Montage von Bauteilen zur Verhinderung galvanischer Ströme von Landanschluss zum Boot